Zur Zukunft der Apostel-Paulus-Gemeinde

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Zur Zukunft der Apostel-Paulus-Gemeinde

Bis zum Jahresbeginn herrschte in Apostel Paulus eine naive Zufriedenheit mit dem bestehenden Angebot bei denen, die hier ein- und ausgehen. Zwar gab es schon die Kooperation mit den Gemeinden Zum Heilsbronnen und Alt-Schöneberg. Doch existierten keine echten Pläne für große Veränderungen, sondern es sollte im Kleinen erneuert werden. Die Konzentration lag u. a. auf Projekten wie dem Altarraum oder der Fertigstellung der Ausstellung in der Kirche.

Mit einem Paukenschlag zur Gemeindeversammlung am 1. März 2026 begann eine bald dreimonatige Phase des Widerstandes, des Schwermutes und zahlreicher Gespräche. Per Mitteilung erfuhren wir, dass nach dem Wunsch des Kreiskirchenrates die Gemeinde aufzulösen und an den Kirchenkreis bzw. die Nachbarn im Bayrischen Viertel anzugliedern sei. 

Am 18. Mai dann fand eine zweite Gemeindeversammlung statt, während derer sich der aufgestaute Ärger über den Abbruch und die massiven Einschnitte in der Arbeit in Apostel Paulus entlud. Es gab keine Antworten auf die Ungewissheit über die nahe und ferne Zukunft hinsichtlich der beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden oder auch nur einfacher Veranstaltungen.

Der geplante Beschluss wurde schließlich wegen offener Fragen seitens des Bevollmächtigtenausschusses vertagt.

Es war gewiss eine kräftezehrende Situation für alle Anwesenden. Aber zugleich hat sich auch etwas von der lähmenden Ohnmacht gelöst. Es war berührend, Menschen mit demselben Anliegen vereint zu sehen. Da ist etwas in Gang gekommen.

Pfarrerin Dr. Stefanie Sippel

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