24/08/2026 0 Kommentare
Luigi Cherubini: REQUIEM & Franz Schubert: DIE UNVOLLENDETE
Luigi Cherubini: REQUIEM & Franz Schubert: DIE UNVOLLENDETE

Mit seinem Requiem in c-Moll schuf Luigi Cherubini (1760–1842) eines der bedeutendsten geistlichen Chorwerke an der Schwelle von der Klassik zur Romantik. Der aus Florenz stammende Komponist ließ sich nach frühen Erfolgen in Italien dauerhaft in Paris nieder, wo er zu den einflussreichsten Musikern seiner Zeit zählte. Als Direktor des Conservatoire prägte er Generationen von Komponisten.
Das Requiem entstand 1816 im Auftrag Ludwigs XVIII. zum Gedenken an den während der Französischen Revolution hingerichteten König Ludwig XVI. Anders als viele Totenmessen seiner Zeit verzichtet Cherubini vollständig auf solistische Gesangspartien. Stattdessen singt der Chor den gesamten Text und wird so zum kollektiven Träger von Klage, Hoffnung und Trost. Auch die dunkle Klangfarbe des Orchesters, das ganz ohne Flöten auskommt, sowie die zurückhaltende Gestaltung des Dies irae, das mehr innere Erschütterung als Dramatik ausdrückt, gelten als herausragende Merkmale, die das Stück von anderen Werken seiner Gattung unterscheidet.
Wie von Beethoven selbst gewünscht, wurde Cherubinis Requiem 1827 zu seiner Totenfeier in Wien gespielt. Auch Robert Schumann, Johannes Brahms und Hector Berlioz bewunderten das Werk.
Der Neue Chor Alt-Schöneberg führt das Requiem in c-Moll gemeinsam mit dem neuen konzertorchester berlin am Volkstrauertag auf. Zuvor hören wir die Sinfonie in h-Moll von Franz Schubert, besser bekannt als die Unvollendete.
Sebastian Brendel
Eintrittskarten zu 30 €, 25 €, 20 € und 10 € (ermäßigt)
ab 21. September im Online-Ticketshop: https://pretix.eu/ncas/csk
Restkarten sowie Hörkarten zu 10 € an der Abendkasse.
www.neuer-chor-alt-schoeneberg.de
Kontakt: kirchenmusik@alt-schoeneberg.de
Kommentare