12/08/2026 0 Kommentare
Bericht des Architekten zur Umgestaltung des Altarraumes
Bericht des Architekten zur Umgestaltung des Altarraumes
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Bericht des Architekten zur Umgestaltung des Altarraumes
Der Altarraum der Apostel-Paulus-Kirche soll behutsam umgestaltet werden. Ziel ist es, den Altar wieder stärker als Zentrum des Kirchenraumes erfahrbar zu machen und zugleich bessere Voraussetzungen für eine vielfältige Nutzung zu schaffen. Die heutige Gestaltung geht im Wesentlichen auf die Umgestaltung durch den Architekten Werner Gabler in den Jahren 1959/60 zurück. Dazu gehört auch die große kreisrunde Stufenerhöhung, die den Altar umgibt. Ursprünglich war dieser Bereich zusätzlich durch Polsterkissen und ein Geländer gefasst. Diese Elemente sind heute nicht mehr vorhanden, was einerseits die Nutzung des Altarraumes erschwert und andererseits an den Stufenkanten ein Unfallrisiko in sich birgt.
Im Zuge der Neugestaltung wird deshalb die nachträglich ergänzte kreisrunde Stufe zurückgebaut. Die dabei freigelegte bauzeitliche Stufe aus Kalkstein soll erhalten bleiben und der darunterliegende historische Terrazzoboden wieder sichtbar werden. Außerdem wird der Boden des Altarraumes instandgesetzt, d.h. kleinere Fehlstellen und Risse ausgebessert und abschließend im Ganzen überschliffen.
Auch der Altar selbst wird angepasst. Da sein Vorbereich künftig um eine Stufenhöhe niedriger liegt, soll die Mensa entsprechend tiefer gesetzt werden. So wird der Altar in seine räumliche Umgebung besser eingebunden und wirkt im Gesamtbild, aufgrund der vorgelagerten Stufe, stimmiger.
Eine weitere wichtige Ergänzung ist der neue Ambo. Er wird aus dem Material der kreisrunden Stufe hergestellt und soll eine gestalterische Einheit mit Altar und Taufstein bilden. Der Taufstein bleibt an seinem bisherigen Standort. Der Ambo wird hingegen ihm gegenüber, jedoch bewusst nicht streng symmetrisch, angeordnet. Diese Position wurde vor Ort anhand eines Arbeitsmodells in einem längeren Abstimmungsprozess festgelegt.
Bei allen Maßnahmen steht der sorgfältige Umgang mit der liturgischen Ausstattung in der denkmalgeschützten Kirche im Vordergrund. Die bauzeitlichen und später hinzugekommenen Elemente sollen nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern in ihrer Geschichte und Bedeutung für den Raum berücksichtigt werden. In der aktuellen Bauphase im Juli und August 2026 erfolgt der Rückbau der kreisrunden Stufe, der Umbau am Altar sowie die Terrazzoarbeiten. In einer kürzeren Phase Anfang 2027 erfolgt der Einbau des Ambos, der Heizung und des Abdeckrostes sowie die Fertigstellung der Altarstufe.
Dipl.-Ing. Architekt Frithjof Stockburger M.A.


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