Jahreslosung - Evangelische Apostel Paulus Gemeinde

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Gemeinde Aktuell
Jahreslosung 2018
aus der Offenbarung des johannes 21,6
„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Wir schauen zurück auf ein festliches Jahr. Im Abschiedsgottesdienst mit Pfarrer Daudert spürten wir die vielen Facetten unseres Kiezes. Hunderte feierten mit und tauschten lebendige Erinnerungen aus. Wir spürten auch, dass wir zerbrechliche Gefäße sind; auch in diesem waren wir uns nahe.
Den Durst nach lebendigen Wasser teilten wir im regionalen Reformationsgottesdienst. Das Reformationsfenster von 1917 führt uns vor Augen, dass Martin Luther die lebendige Quelle des Glaubens frisch erschließen wollte: Glaube und Bildung gehören seitdem in unserer Kirche eng zusammen. Alle Menschen dürfen wissen und vertrauen und so Herzensbildung gewinnen. Wir haben auch das verführerische an solchen Festen gespürt. 1917 hat die trauernde Gemeinde im untergehenden Kaiserreich das Reformationsfest als Siegesfest gefeiert. Heute, 100 Jahre später, feierten wir anders. Wir haben unsere „Blase“ verlassen und erzählten unseren Nachbarn, was wir fröhlich feiern mit der Aktion „Luther auf der Straße“: im Café Gottlob zeigten wir, dass die Ideen Martin Luthers beim gemeinsamen Essen und Trinken reiften; auf der Martin-Luther-Straße im Waschsalon fragten wir, was unsere Seelen beengt und befreit, der Ablasshandel heute; vor dem Rathaus Schöneberg kommentierte unsere Bezirksbürgermeisterin Luthers Worte von der Freiheit; und auf dem Wartburgspielplatz feierten wir, dass Glaube und Bildung in unserer Kirche Geschwister sind. Wir hätten nicht gedacht, dass diese Aktionen zum Reformationsfest die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen würde. Wir gewannen den Medienpreis unserer Kirche: den silbernen Hahn. Der Regierende Bürgermeister wurde darauf aufmerksam und gratulierte uns dazu, dass wir in dieser Unruhezeit mutig hinausgehen, Fragen und Antworten suchen für ein glückliches und verantwortliches Leben in unserer Stadt.
Zu Weihnachten und Neujahr haben wir dieses besondere Jahr mit Licht und Schatten vor Augen. In den Gottesdiensten wird uns auch der Anschlag auf dem Breitscheidplatz vier Tage vor Weihnachten 2016 gegenwärtig sein. Wir gedenken auch der vielen für uns namenlosen Opfer von Krieg und Gewalt. Wir bilanzieren die Lebenszeit 2017 mit unseren Familien und Freunden. Wir haben die im Herzen, von denen wir Abschied nehmen mussten und wir jubeln über jeden Menschen, der das Licht der Welt erblickte. In unserer Stadt, mehr als zuvor.
In der Jahreslosung wird uns vor Augen geführt, dass unser Leben ein zerbrechliches Gefäß ist. Der Durst nach lebendigen Wasser verbindet uns. Wir dürfen einander lebendige Lebensquellen seien, in der Gewissheit, dass Gott, Wasser umsonst schenkt. Gott ist die Quelle unseres Lebens, in seinem Licht sind wir lebendig und er wird auch im kommenden Jahr unsere Trauertränen trocknen und Freudentränen sammeln.
Unsere Apostel Paulus Gemeinde ist eine Raststätte, auf der wir unseren Durst bedenken und lebendiges Wasser für einander erbitten. Verbunden in dieser Gemeinschaft durch die Generationen und Zeiten gehen wir erfrischt unseren alltäglichen Herausforderungen entgegen.
Im neuen Jahr erneuert sich unsere Gemeinde, da wir eine neue Pfarrperson wählen. Bereits die Zeit der Suche ist ein Aufbruch, der uns gut tut und eine Zeit neuer Energie. Genießen wir diese Zeit des Neuanfangs. Von Herzen wünsche ich Ihnen Geschick und Segen im neuen Jahr 2018!
Ihr
Superintendent Michael Raddatz
Jahreslosung 2018
 
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