Geistliches Wort - Evangelische Apostel Paulus Gemeinde

Apostel Paulus - Kirchengemeinde
evangelische
in Berlin - Schöneberg
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Der Paulus
Geistliches Wort
Liebe Leserinnen und Leser des
Gemeindebriefes!

Wenn Sie das Wort „Urlaub“ hören, welche Gedanken kommen Ihnen? Vielleicht sind es Sätze wie diese:
„Endlich ist es nach anstrengenden Arbeitswochen bald wieder soweit! Nur noch wenige Wochen dann beginnt endlich der Urlaub, die schönste Zeit des Jahres.“
Oh, für Urlaub haben wir in diesem Jahr kein Geld; die Kinder werden traurig sein, weil viele Mitschüler wegfahren.“
„Urlaub, endlich mal nichts tun, nichts, einfach gar nichts!“
„Alle reden von Urlaub, ich habe eigentlich immer Urlaub, seitdem ich im Ruhestand bin; aber auch ich spüre die Sehnsucht nach Unterbrechung meines Alltags.“
„Oh, für den Urlaub ist schon vieles geplant, weiß gar nicht, ob wir das alles schaffen: Kurztrips zu den Kulturhauptstädten Europas, Breslau und San Sebastian, Ausstellung in Paris, Wellness an der Ostsee.“
Ja, früher, da bin ich gern in den Urlaub gefahren, mit meinem Mann, aber jetzt, wo ich allein bin, da traue ich mir keine Reise mehr zu.“
Und welche Bilder zaubern sich beim Wort „Urlaub“ in Ihren Kopf?
Wunderschöne Strände mit endloser Weite bis zum Horizont oder Bergwanderungen durch beeindruckende Landschaften oder Begegnungen fremder Kulturen und Menschen in fernen Ländern …
Wie viele schöne Urlaube, wie viele gute Erinnerungen konnten wir schon auf unseren Reisen sammeln! Urlaub, das ist die Unterbrechung des Alltäglichen, ganz egal wie alt wir sind. Und es ist eine Chance, sich selber und anderen neu zu begegnen. Zeit, das eigene Leben zu betrachten, zu spüren und zu fühlen.
Urlaub, das ist eine Chance für die Seele zu sorgen. Loslassen können, nichts muss sein. Ich muss auch kein Freizeitprogramm abarbeiten. Ich habe meine Alltagsthemen und Lebensfragen im Gepäck, sie sind ja nicht einfach weg. Es ist gut, wenn sie in anderer Umgebung und mit freier Zeit Raum finden, nach oben zu steigen, und ich sie betrachten kann. Vielleicht auch mit Hilfe eines Seelsorgers oder einer Seelsorgerin, die es an vielen Urlaubsorten gibt. Urlaub unterbricht den Alltag und kann auch ein Aufbrechen in Neues sein.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Urlaubszeit!

Pfarrerin Martina Steffen-Eliş
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